Biographie

Über mich
Geburtstag: 05.08.1970
Geburtsort: Gifhorn
Größe: 180 cm
Gewicht: 63 kg
Wohnort: Gifhorn                                Verein:   BPRSV Cottbus
Familie: ledig                                     Trainer:  Dr. Ralf Lindschulten

Durch einen Motorradunfall 1992, zog ich mir eine Querschnittslähmung zu. Schon während der Rehabilitation erkannte ich die Wichtigkeit von sportlicher Betätigung für die Erlangung neuer Mobilität und Rückgewinnung meiner psychischen Stärken. Nach Erlernen des alltäglichen Umgangs mit einem Rollstuhl fand ich Gefallen am Rollstuhlbasketball spielen. Das ist eine dynamische Mannschaftssportart die viel Körpereinsatz, Wendigkeit und Kampf mit dem Gegner bedeutet und mir mein früheres Hobby, das Fußballspielen, ersetzt. Noch heute spiele ich in der Regionalliga beim LC Cottbus. In der Folgezeit habe ich zusätzlich noch viele Sportarten, wie Sledge Hockey, Monoski und Wasserski ausprobiert, bis ich dann 1996 meine Leidenschaft für den Radsport entdeckte.

Die Anfänge

Auf der Suche nach einer Möglichkeit meine Kondition zu verbessern, fand ich in einer Zeitschrift Informationen der Firma petersen products, die 1996 die ersten Rennräder, genannt Handbikes, für Rollstuhlfahrer produzierte und die Sportart populär machte. Ich war sofort Feuer und Flamme, da das Unternehmen von Rollstuhlfahrern geleitet wurde und Weltmeister und Paralympic-Sieger ein- und ausgingen, die alle super drauf waren, mich in den weiteren Entwicklungsprozess von Gerät und Sportart einbezogen, gab es kein Entrinnen mehr für mich.
Handbiken gab mir wieder ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit und nicht zuletzt das geliebte Gefühl von Geschwindigkeit erleben. Nicht nur die gesteigerte Mobilität faszinierte mich, sondern auch die Möglichkeit im Wettstreit mit anderen meine Grenzen neu auszuloten. So fuhr ich ein Jahr später mein erstes Rennen, den Shell Hanse Marathon in Hamburg. Ich benötigte damals für die 42 km 1 h und 55 min, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km/h.
Damals waren wir, das Team Petersen Products, mit acht Fahrern fast die einzigen Starter, heute sind Fahrerfelder bei Wettkämpfen von mehr als 200 Fahrern ein gewohntes Bild.

Der Durchbruch
Mit verbesserten Trainingsmethoden benötigte ich 2004 bei der EHC Weltmeisterschaft in Lausanne (Schweiz) für die Strecke von 177 km eine Zeit von 5 h 33 min. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag somit bei 32 km/h. Mit diesem Gewinn der Bronzemedaille hatte ich zur Weltspitze aufgeschlossen. Heute liegen die Zeiten für die Marathonstrecke (42,195km) bei knapp über einer Stunde.

Die Faszination Handbiken
Handbiken hat sich zu einer weltumspannenden Bewegung mit sehr großem Potential entwickelt. Die Medienpräsenz ist gegeben und der Reiz hinzuschauen oder mitzumachen ist groß.
Es gibt jedes Jahr eine Vielzahl an Rennen, die sich über ganz Europa verteilen. Handbiker haben sich in Sportveranstaltungen mit großer Medienpräsenz integriert. Dazu gehören zum Beispiel Stadtmarathonveranstaltungen (Berlin, London, Hamburg, Köln, Frankfurt, New York …) und Radsportveranstaltungen (Nacht von Hannover, Acht van Chaam, Hammer City Night ...).
Die Sportart Handbiken ist vom Internationalen Paralympischen Commitee anerkannt, es gibt offizielle Deutsche Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften und seit Athen 2004 ist die Sportart auch paralympisch. Allerdings sind hier ausschließlich behinderte Handbiker zugelassen, während bei dem Verband World Handcycling Federation - kurz WHF, die sich der Förderung und weltweiten Verbreitung dieser Sportart verschrieben haben, auch Nichtbehinderte starten können.

Meine Intention

Meine Ziele haben sich im Laufe meiner Karriere als Leistungssportler ständig verändert. Angefangen hat es damit, dass ich meine Zeiten verbessern wollte. Später wollte ich es schaffen in der Führungsgruppe mitzuhalten. Als ich das erreicht hatte wollte ich auf Podium und dann sogar gewinnen. Als ich dann einmal gewonnen hatte, wollte ich gleiches dann auch bei einem Großevent schaffen. Ich wollte Medaillen gewinnen und Weltmeister werden. Ziele für die ich hart gearbeitet habe und die ich erreicht habe.

Eines aber und das ist das wichtigste für mich, der Spaß am Sport, an der Leistung und an der Bewegung hat sich seid meinen Anfängen nicht geändert