Paralympics
- Der Begriff
Der Begriff „Paralympics“ wurde zunächst
als Zusammensetzung der Wörter Paraplegic (engl.: gelähmt)
und Olympic geschaffen.
Um auch die Zugehörigkeit von Menschen mit anderen Behinderungsarten
zu repräsentieren, wurde der Begriff neu definiert, und setzt sich jetzt
zusammen aus dem griechischen Wort Para (neben)
und Olympics, um die Nähe zur olympischen Bewegung und das
Nebeneinander der Spiele auszudrücken.[1] Er
wird offiziell zum ersten Mal 1988 bei
den Olympischen Spielen in Korea verwendet.
Vorher sprach man von ;Weltspielen der Gelähmten", "Olympiade
der Behinderten" oder "Weltspielen der Behinderten". Da gelähmt nur
auf einen Teil der beteiligten Sportler zutrifft, wird der Begriff auch häufig
als Parallel-Olympics oder Para-Olympics vom griechischen para, sich
anschließen, zugehörig, neben interpretiert.
1984 weigerte sich das kommerzielle Organisationsteam der olympischen Sommerspiele von Los Angeles, die "International Games for Disabled" durchzuführen. Begründung war, das dies "nicht in das professionelle Image der Spiele von LA passe". Daraufhin bot sich die Chicagoer Vorortgemeinde Champagne an, die Veranstaltung durchzuführen. Wenige Monate vor der geplanten Eröffnungsfeier gab die Gemeinde die Spiele zurück mit der Begründung, es fehlen 100.000$ zur Deckung der Kosten. Daraufhin wurden die Spiele geteilt. Die Gelähmten trugen ihre Wettkämpfe letztmalig im britischen Stokemandeville aus. Alle anderen körperlich Behinderten wurden frenetisch von den stolzen Bürgern der New Yorker LongIslandgemeinde Hempstead gefeiert. Die dortige Hofstra University sammelte innerhalb von zwei Stunden die benötigten Gelder ein und organisierte die Spiele.
Seit den Sommer-Paralympics 1988 finden die Spiele regelmäßig am selben Ort wie die Olympischen Spiele statt. In einem am 19. Juni 1991 geschlossenem Abkommen zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee und dem IPC wurde diese Praxis für alle Spiele ab den Sommer-Paralympics 1992 festgeschrieben. Seit der Bewerbung für die olympischen Spiele 2012 müssen Städte in ihren Bewerbungen für auch die Ausrichtung der Paralympics mit einbeziehen, welche dann vom selben lokalen Organisationskomitee wie die olympischen Spiele koordiniert werden. Die Paralympics beginnen entsprechend dieser Vereinbarung immer 3 Wochen nach Ende der olympischen Spiele. [2]
Bei den Sommerspielen 1996 kam es jedoch trotz dieser Vereinbarung zu einer erneuten Blamage für die USA: Die Organisatoren in Atlanta ließen nach den Olympics die Einrichtungen bereits abbauen, so dass die Paralympics quasi in Ruinen stattfanden.

Zu den Paralympics
in Athen nahmen 4000 paralympische Athleten aus 130 Ländern teil,
die 566 Wettkämpfe in 18 Sportarten austrugen. Begleitet wurden sie
von 2000 offiziellen Teambegleitern. Die Verantwortung für die Organisation
und Entwicklung der Behinderten-Spiele trägt seit 1989 das Internationale
Paralympische Komitee (IPC), das in Düsseldorf gegründet
wurde und seinen Sitz in Bonn hat.
Klassifizierung
Die Sportler werden in unterschiedliche
Kategorien eingeteilt, die international anerkannt sind ("Klassifizierung").
Dabei werden die Art der Behinderung und ihre Auswirkung auf die Ausübung
einer jeweiligen Sportart berücksichtigt.
Die Klassifizierung ist die Grundlage für faire Wettkämpfe, da
sich ähnliche Behinderungen auf die funktionellen Fähigkeiten und
Voraussetzungen der Sportler hinsichtlich einer Sportart unterschiedlich
auswirken. Bei den einzelnen Sportarten gibt es verschiedene Behinderungsklassen.
Aber für alle Sportarten kann man folgende Behinderungsarten unterscheiden:
1. Amputierte
Athleten, denen mindestens ein Hauptgelenk
in einem Glied fehlt.
2. Cerebralparetik
Athleten, die an einer Beeinträchtigung
des Bewegungsablaufes und der Haltung leiden, bedingt durch Schädigungen
eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
3. Sehbehinderte
Athleten, die in unterschiedlichem Maße
sehbehindert sind bis hin zu völliger Blindheit.
4. Rollstuhlsport
Sportler, die zur Ausübung ihres
Sports einen Rollstuhl benutzen. Die Klassifizierung findet in allen Sportarten
statt, die Rollstuhlsportler betreiben (Handbiken, Rollstuhlrugby,
Leichtathletik, Rollstuhlbasketball,
Tischtennis, Tennis,
).
5. Les Autres ("Die Anderen, alle Übrigen")
Dieser Begriff umschreibt Athleten mit unterschiedlichen Behinderungen, die den Bewegungsapparat betreffen, die aber in keine der anderen vier Behinderungsklassen eingeordnet werden können.
Quelle: www.wikipedia.org
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